Ohnmacht und Hilflosigkeit, meine Lieblingsgefühle (Sarkasmus Ende)
- susannejakobi
- 15. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Neben Angst sind Ohnmacht und Hilflosigkeit die beiden Gefühle, die ich nicht so gerne fühle. Ich spreche auch nicht gern drüber, aber noch weniger mag ich sie fühlen.
Deswegen falle ich hier auch regelmäßig auf Projektion herein.
Ooooch, das ist so vielfältig was ich dann alles machen muss anstatt mich halt mal blockiert, ohnmächtig und hilflos zu fühlen.
Diese Sendung muss ich sehen, kochen, Sport machen, ja sogar Putzen (noch etwas was ich nicht so gern habe). Und Social Media natürlich. Alles Ablenkung um in diesen Gefühlszustand nicht gehen zu müssen. Wer kennts?
Und in Wahrheit macht es das alles nicht besser, sondern schlimmer. Mitunter bekomme ich noch körperliche Symptome dazu wie Kopfschmerzen, Bauchgrummeln oder Nackenschmerzen. Bei mir zumindest ist das so, bitte versteht das nicht als Anleitung, dass es bei euch auch so sein soll. Ich bin in einer Art Beziehung mit meinem Körper, der es mir mitteilt wenn‘s nicht passt. Und wie soll er das machen? So viel Möglichkeiten hat er ja nicht. Beispiele dazu sind Schmerz oder Verspannung.
Tja das ist Energetik. Wie sich unsere Gedanken und Gefühle oder in diesem Fall das bewusste Blockieren eines unangenehmen Gefühls im Zusammenspiel mit dem Körper bemerkbar machen können.
Hast du das schon mal bei dir beobachten können?
(Anmerkung: Natürlich ersetzt das was ich hier sage nicht eine Abklärung beim Mediziner deines Vertrauens. Ich bin keine Medizinerin, sondern beschäftige mich mit der Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele, Voraussetzung dafür ist, dass medizinische Ursachen für Beschwerden ausgeschlossen bzw. abgeklärt sind, was bei mir der Fall ist.)
Hier bin ich nun also, Stunden später nachdem ich halb erfolgreich meine Gefühle verdrängt habe, weil sie mir unlieb sind, mit einem Verspannungszustand zusätzlich im Körper und ab jetzt ist es mir unmöglich nicht mehr hinzuschauen.
Also mache ich das. Ich setzte mich hin, drehe alle Ablenkung ab und schaue, höre und fühle hin, zuerst zum verspannten Teil, dann zum ursprünglichen Gefühl. Natürlich ist da noch Widerstand zuerst von dem ich mich auch lösen muss. Der Widerstand das zu fühlen. Du weisst schon, das Gefühl welches ich verdrängen wollte. Und dann ist er da, der Gefühlszustand und ich bin endlich bereit zu fühlen.
Die Verzweiflung die damit einhergeht sich ohnmächtig und hilflos zu fühlen. Und das Gefühl, dass ich keine Ahnung habe wie ich es wieder gut machen kann. Ich glaube ich bin dann der ärmste Mensch der Welt grade. Oder der einzige, dem das so passiert (auch so ein Klassiker dieser Gedanke). Und ich lasse dieses Selbstmitleid dann auch zu.
Ich weiß schon in meinem Kopf, dass ich sicher nicht der ärmste Mensch bin auf der Welt und ich will mich auch nicht vergleichen mit anderen. Das wäre nicht fair.
Es ist ein Ausdruck davon wie es sich für mich anfühlt und ich möchte diesem Gefühl Raum geben in diesem Moment.
Das ist nämlich der ganze Trick dabei – fühlen, sich schlecht fühlen, das zulassen. Nicht wegdrängen.
Im Grunde geht es um nichts anderes. Das Gefühl ist eh schon da, zu sagen oder sich vorzustellen dass es das nicht wäre – wie sinnvoll ist das? Und trotzdem machen wir das immer wieder.
Gefühle wollen gefühlt werden, nicht gesehen, gehört, besprochen, ignoriert oder verdrängt.
Mach ich das, kommen sie wieder, gehen eigentlich nicht weg und mein Körper fängt auch noch an mir das aufzuzeigen. Das ist es mir nicht wert.
Das heisst nicht, dass ich meine Gefühle nicht unter Kontrolle haben kann. Vielleicht kann ich das eben zu gut, sonst wäre ja das Verdrängen nicht möglich. Nein, ich muss Gefühlsimpulsen nicht unbedingt nachgeben in Situationen wo ich es nicht für angebracht halte.
So ähnlich wie: Man muss ja auch nicht immer gleich alles aussprechen was man so denkt 😉
Aber wenn ich in privatem Umfeld bin, möchte ich es so authentisch wie möglich halten und mich auch zeigen dürfen. Und dieses ‚zeigen-dürfen‘ fängt bei mir an, wenn ich mir erlaube zu fühlen was eben grad da ist, selbst wenn es unangenehm ist.
PS: Je eher ich ‚gefühlt‘ habe, desto schneller ist es wieder verschwunden.
Das ist die eigentliche Message, die ich gerne geben möchte mit dem Teilen dieser Erfahrung.
Erkenne deine Projektion.
Erkenne wie sehr uns diese Blockaden lähmen können.
Fühle, auch wenn‘s unangenehm ist.
Aus meiner Sicht kommst du nur so wieder in deine Mitte.
Viel Erfolg dabei.
Susanne



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