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Dankbarkeit und einfach Sein

  • susannejakobi
  • 18. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Ich sitze in einem Kaffeehaus und bin bereit nach dem Frühstück, mein Laptop bereits aufgeklappt, mit dem Arbeiten zu beginnen. Manchmal verbinde ich das so, Erledigungen zu machen und dann ab ins Kaffeehaus, aber doch auch meistens mit der Idee auch etwas Arbeit dort zu verrichten. Es gibt ja genug zu tun, Marketing Aktivitäten, wie Flyer gestalten, oder Termine und Events vorausplanen.

 

Nun gut, bereit zu arbeiten, will ich mich noch schnell mit meinem Hot Spot verbinden um auch eine entsprechende Internetverbindung nutzen zu können. Meinem Empfinden nach, eine Grundvoraussetzung in der heutigen Zeit um irgendwas schaffen zu können. What’s app, Email, Canva, und so weiter. Ich auch mit einem fixen Plan im Kopf, was ich mache in der Zeit in der ich hier bin. Tja und dann bekomme ich die Internetverbindung nicht hin…

 

Nach mehrmaligen Versuchen kommt mir noch die Idee mich mit dem GastWlan des Kaffeehauses zu verbinden, aber wie der Zufall es so will, geht das heute auch nicht wegen technischer Umstellungen.

Okay. So ist das jetzt mal. Kurzes ‚ach nöö‘, dann stimme ich mich bereits auf die Planänderung ein. Was kann ich stattdessen machen? Möglichst produktiv sollte es schon sein, denke ich mir, aber warum eigentlich so zwingend ‚produktiv‘? Und ich fange an zu denken, dass ich mir damit selbst Stress mache, wenn ich so denke. Als ob nicht alles in meinem Leben was ich tue die gleiche Wichtigkeit verdient hätte. Also soll ich mir, statt tatsächlich zu arbeiten, lieber Gedanken darüber machen ob alles andere was ich mache, die gleiche Wichtigkeit haben darf wie ‚produktiv‘ sein. Offensichtlich, denn genau SO ist es gerade.

 

Und dieser Gedanke lässt sich so wunderbar weiterspinnen.

Wunderbar, ich stelle fest in diesem Moment, dass es mir gut geht. Dass ich in der Lage bin das zu tun oder so zu sein, dass ich es begreife was passiert, und das Schönste, dass ich mir diesen Moment nehmen kann so wie er sich präsentiert. Ohne Widerstand gegen den aktuellen Iststand und ohne inneren Druck etwas anderes machen zu müssen. Dankbarkeit macht sich breit und auch ein wenig Traurigkeit, wenn ich daran denke, dass es nicht immer so gewesen ist und wieviele Menschen noch hadern…

Es kann so einfach sein. Oh Gott klingt das abgedroschen, ich merke es in dem Moment als es niedergeschrieben ist. Und ich bestätige nochmal: Ja, so einfach kann es sein, wenn man es zulässt.

 

Mit Internetverbindung wäre das anders gelaufen und ich wäre nicht in diese Zufriedenheit gekommen… Und plötzlich, im Nachhinein, ergibt es Sinn so wie es sich ergeben hat. Im Nachhinein…

Wie oft habe ich den Sinn schon hinterfragt im Vorhinein. Ziemlich oft. Und dabei erschließt es sich erst im Nachhinein. Alles andere ist Sinnfestlegung im Kopf. Grundsätzlich auch ok, aber eben nur aus dem Kopf heraus, quasi die halbe Münze ohne Herz.


 
 
 

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