Emotionale Verarbeitung von Erfahrungen
- susannejakobi
- 13. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ich verstehe, dass es Angst machen kann sich die Schattenseiten des Lebens anzusehen, vor allem wenn es einen selbst betrifft. Das könnte ja weh tun und unangenehm sein. Ja, das ist auch so, es kann weh tun und es kann unangenehm sein.
Warum dann trotzdem tun? Hmm, das kann ich nicht für dich beantworten. Ich weiß nur aus meiner Erfahrung, dass es bei mir etwas transformiert hat. Von Dunkel zu Licht, der Schatten hat seinen Schrecken verloren, die harte Zeit ist vorbei, der Schmerz ist nicht unendlich tief und unendlich lang, sondern kann verarbeitet werden, geht vorbei. Und danach ist es leichter, gelöst, befreiter, im Flow sozusagen. Das berichten auch KlientInnen. Nimm dir einfach die Begriffe raus, die dich ansprechen.
Und du musst es ja nicht allein machen… Ich bin ja da um mit dir durchzugehen.
Und grundsätzlich: Niemand MUSS sich das anschauen, es ist eine Entscheidung. Man kann auch mit allen seelischen Verletzungen, Erlebnissen oder Einschnitten unverarbeitet leben. Oder ich möchte präzisieren, das Erlebte geht ja nicht weg, aber es kann schon emotional verarbeitet werden. Und das resultiert meiner Ansicht nach in einem Qualitätsunterschied im Leben.
Gelöste Blockaden und verdrängte Gefühle aufarbeiten, ordnet das System (neu). Um es in einem Bild zu sagen: Der Keller wird endlich aufgeräumt und die Dinge bekommen ihren Platz, beschriftet in der Schachtel und liegen nicht nur mehr herum und machen es schwierig in den Keller überhaupt reinzukommen. Ein aufgeräumter Keller lässt dich ruhig schlafen in der Nacht, über das brauchst du dir keine Gedanken mehr machen… Und im (unbearbeiteten) Normalfall lässt das Unterbewusstsein einen nicht so gut schlafen und auch beim Erledigen des Tagwerks ist da oft etwas das drückt, piekst oder einem die Laune vermiest, eben weil der Keller nicht aufgeräumt ist.
Das System (wir – Körper, Geist, Seele) WILL ja gesund und geheilt sein und die Aufgabe des Unterbewusstseins ist es unter anderem darauf aufmerksam zu machen, dass es noch nicht gut ist.
Langsam wird es spirituell, was soll ich sagen, wir sind eben komplexe Wesen und wer denkt, dass er oder sie ohne Gefühle ein besseres Leben leben kann wird vermutlich genau damit ein Leben lang beschäftigt sein.
Es gibt natürlich auch jene unter uns, welche mit einem gesunden Angebot an Beziehung aufgewachsen sind, jene, welche keine verletzenden Erfahrungen gemacht haben oder nicht gar so extrem. Ja klar, man muss jetzt nicht unbedingt krampfhaft etwas suchen wo nichts ist. Schön! So darf es ja auch sein.
Ich richte mich an jene, welche wissen oder nicht wissen, dass etwas nicht ganz so stimmig ist. Und an die, die interessiert sind.
Coaching muss sich nicht nur auf die Vergangenheit beziehen. Auch wenn es zukunftsorientierte Themen gibt, wird gezieltes Coaching und Mentaltraining den gewünschten Erfolg begünstigen.



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